Archiv für November 2012

Antimilitaristen/innen stören Azubitage

von linksunten.indymedia.org

Heute haben mehrer Antimilitaristen/innen mit großen Transparenten auf den Azubi- und Studientagen darauf aufmerksam gemacht, dass Bundeswehr und Rüstungskonzerne keine normalen Arbeitgeber sind.
Einige Vermummte kletterten auf das Dach der Halle 20 und ließen ein etwas 4 mal 5 Meter großes Transparent runter, so dass es unübersehbar neben dem Eingang hing: „Krieg beginnt hier“. Es wurden auch Flugblätter vom Dach geworfen, die dazu aufriefen, Krieg hier zu blockieren, zu sabotieren und zu markieren. Anschließend wurde der Aufgang zum Dach mit Kettenschlössern versperrt, so dass die Messe-Security nicht auf das Dach kam.
Auf dem dach
Andere stellten sich mit einem Transparent vor den Bundeswehrstand und verteilten Flugblätter, auf denen dazu aufgerufen wurde, keine Ausbildung bei der Bundeswehr und bei Rüstungskonzernen zu machen.
Viele jugendliche Besucher/innen interessierten sich für die Aktion. Der Veranstalter der Messe rief jedoch die Polizei und ließ die Leute aus der Halle werfen, wo sie noch eine Weile auf das mörderische Geschäft des Militärs hinwiesen.

Die Leute, die auf dem Dach waren, sind scheinbar entkommen.
Wir finden gut, dass es Leute gibt, die auf Bildungsmessen was gegen die Militarisierung von Bildungspolitik machen.

„Kein Werben für’s Sterben!“ – Das finden wir auch.

Eine gute Gelegenheit die Bundeswehr das nächste mal zu stören, ist am 29.11.12 bei dem Kirchenkonzert des Heeresmusikkorps der 1. Panzerdivision in der Neustädter Hof- und Stadtkirche in Hannover.

Militär und Kirche Hand in Hand

Gegen die Zusammenarbeit von Kirche und Militär gibt es weiterhin Proteste in Hannover.
Bereits gestern gab es eine Mahnwache vor dem Landeskirchenamt. ca. 30 Personen protestieren mit Lärminstrumenten und Flugblättern gegen die Segnung der Kriege durch die Militärseelsorge. Die Mahnwache war Teil der Kampagne gegen Militärseelsorge
Dazu wird es nächste Woche eine weitere Mahnwache geben. Außerdem steht auch wieder das Adventskonzert der 1. Panzerdivision vor der Tür.

Mi. 21. November 2012 Mahnwache gegen die Zusammenarbeit von Kirche und Militär
Krieg beginnt hier – Militärseelsorge abschaffen!
12-13 Uhr vor dem Sitz der EKD (Schaumburgsstraße)

Sa. 29. November 2012 Militärkonzert stören! Kundgebung gegen das Adventskonzert der 1. Panzerdivision Hannover. Bringt alles mit was laut ist!
18.30 Uhr vor der Neustädter Hof- und Stadtkirche (Rote Reihe 8)

autonomes Blättchen Nr. 11 ist da!

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„Auch dieses mal gibt es eine Mischung aus Lokalem, Überregionalem und Internationalem, aus Praktischem und Theoretischem und aus Kurzem und Langem. Also für Jede_n was dabei. Allerdings hinken wir einen Monat hinter unserem üblichen Erscheinungsrhythmus hinterher. Nun, eine alte Zeitung ist halt kein D-Zug, wie man früher sagte…“

Inhalt:

03 Antimilitarist_innen! Keine Zeug_innen des Staates!

04 Aktionstag auf dem GÜZ – eine Auswertung

08 Dokumentation: militante Streckensperrung bei Gardelegen

09 Stand der Repression gegen das antimilitaristische Camp

12 Dokumentation: Aktion gegen Imtech Marine in Kiel

14 Antimilitarismus in Hannover – zum Ende eines Aufbruchs

16 alerta Hannover ist aufgelöst!

17 „Besseres Hannover“ und die Graue Eminenz

20 Schlag gegen Anarchist_innen in Italien

21 Situation der in Turin Verhafteten

22 Zweifle nie an der Komplizenschaft eines Nagels

23 Die Feuerrose ist zurückgekehrt

40 Die Scherbentheorie

49 Telio – Profit hinter Gittern

51 Freilassung von Thomas Meyer Falk!

56 Verwertung erfolterter Aussagen gegen Sonja und Christian!

57 Dokumentation: Aktion gegen Hamburger Justizsenatorin

59 „Da sind sie schnell hin und weg“ Knast im Flughafen Berlin

60 urban operations 2020

68 Häuser besetzen!? Häuser besitzen?!

70 Start the Wort – Krieg den Brief!

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Kein Stand von Rheinmetall bei Berufsmesse in der Uni

von Studi gegen Rüstungsscheiße bei indymedia

An der Uni Hannover fand am 31.10 und 01.11 die Firmenkontaktmesse „Kiss Me“ statt. Hier sollen angehende Karrierist_innen mit Großkonzernen flirten um zu sehen, ob nicht eine längerfristige Liebelei in frage kommt. Neben der DB AG, Volkswagen und anderen Unsympaten wollte sich auch Rheinmetall, einer der größten deutschen Rüstungskonzerne beim Speeddating präsentieren. Der Messestand und der Vortrag „Rheinmetall: Faszination Technik – Einstieg und Karrieremöglichkeiten“ wurden aber kurzfristig abgesagt.
Wie die Faszination Technik bei Rheinmetall aussieht, zeigt sich, in der Produktpalette des Unternehmensbereichs Defence. Dort gibt es Munition, Schusswaffen, Militärfahrzeuge, Panzer, Artillerie, Fluggeräte, Flugabwehr, Wehrelektronik und Ausbildungsgerätschaften, also fast alle Widerlichkeiten, die für eine Krieg gebraucht werden.
Auf der letzten Vollversammlung der Studierenden gab es eine klare Positionierung gegen eine Zusammenarbeit der Uni mit Kriegskonzernen:
„Wir fordern einen sofortigen Stopp sämtlicher Rüstungsforschung an der Universität. Wissenschaft soll nicht dem Militär dienen.“(aus dem Forderungskatalog)
Jetzt findet eine Auseinandersetzung um die Einführung einer Zivilklause, die das Forschen und Entwickeln für militärische Zwecke verbietet, statt. Neben Veranstaltungen und einer Initiative des studentischen Vertreters im Senat setzt sich auch der AStA(Studierendenvertretung) für die Einführung einer Zivilklausel ein.
Das die Uni Hannover keine Skrupel hat mit Militärs und Rüstungskonzernen zusammen zu arbeiten, zeigt eine entlarvende Aussage der Vize-Presidenten in der Lokalpresse. Am 04. Oktober ließ er in der Neuen Presse in einem Artikel mit dem schönen Namen“Geheim! Uni forscht fürs Militär“ verlautbaren:
„Kontakte zu Instituten der Bundeswehr unterhalte die Leibniz-Uni seit Jahren, sie seien „Standard“ und reichten bis in den Zweiten Weltkrieg zurück.“
Um diese Aussage nicht unkommentiert stehen zu lassen schrieb der AStA wenige Tage vor der Firmenkontaktmesse einen Offenen Brief an den Unipräsidenten. Darin wird gefragt, ob dem Präsidium die Geschichte der Bundeswehr und der Wehrmacht bekannt ist und wie er es sich zu NS Kontinuitäten und dem 2. Weltkrieg als Angriffs- und Vernichtungskrieg stellt. Dazu gibt es bis jetzt keine öffentliche Stellungnahme.
Ein kleiner Erfolg geht aber schon auf das Konto des offenen Briefs. Rheinmetall hat seinen Stand auf der Firmenkontaktmesse abgesagt, bevor überhaupt öffentlicher Protest entstehen konnte.
Auf Nachfrage ließ Rheinmetall verlautbaren, dass die Uni bei ihnen angerufen hätte um studentische Protestaktionen anzukündigen. Auf ein „Handgemenge“ an Messestand, dass die Flirtstimmung versaut, hatten sie dann keine Lust gehabt und waren lieber zu Hause geblieben.

Haltet Augen und Ohren offen und beteiligt euch an den Auseinandersetzungen für eine Zivilklausel an der Uni Hannover!

Rüstungskonzernen und Militärs die Flirtstimmung vermiesen!
Für eine Welt ohne Waffengeschäfte, Militär und Karriereunis!

Krieg beginnt hier!

Pressemitteilung zum abgesagten Messestand und offener Brief des Asta

Anfrage des Asta an das Prasidium zur Kontinuitat der Rüstungsforschung an der Uni Hannover seit dem zweiten Weltkrieg