Die HAZ hetzt weiter

Bereits am 26.06.2012 hatte der Antimilitaristische Aktionskreis Region Hannover (AMAK) zur Pressekonferenz eingeladen, um über die Protestdemonstration und Kundgebungen gegen das Sommerbiwak der Bundeswehr am 29.6. zu informieren. Gekommen waren JournalistInnen der Madsack-Medien (Hannoversche Allgemeine und Neue Presse) und von Hitradio Antenne. Die AMAK-VertreterInnen stellten dar, was am Tag des Sommerbiwaks an Protesten in Hannover geplant ist und auch was AMAK außerden an weiteren Aktivitäten entwickelt, in Wunstorf, Neustadt und vor der Feldjägerschule in Hannover. Doch daran waren die Madsack-JournalistInnen wenig interessiert – eine Vertreterin meinte, sie hätte keine Zeit – und kamen zu dem Punkt, um den es ihrer Meinung gehen sollte: den Brandanschlag auf Bundeswehrfahrzeuge in Hannover. Nur hat der mit AMAK und den geplanten Kundgebungen und Demonstrationen gar nichts zu tun. Folgerichtig entstand eine Auseinandersetzung um die Manipulationen und die Hetze der HAZ … Ein Audio-Mitschnitt wirft ein Licht auf Arbeitsweise und Auftreten hannoverscher MainstreamjournalistInnen und -medien. Am Schluss ist noch ein Interview zu hören, das Hitradio Antenne führte, nachdem die Madsack-JournalistInnen gegangen waren. Ein Zeitdokument: Ungeschnitten.
zum Audio-Mitschnitt

Heute hat die HAZ nochmal einen draufgelegt. Nachdem am Mittwochabend die Bundeswehr Bigband in Bad Nenndorf gestört wurde, kann man heute in der HAZ von einem Anschlag auf die Bundeswehr-Band lesen.

„Die Sicherheitslage rund um das Sommerbiwak der 1. Panzerdivision heute im Stadtpark ist angespannter denn je. Denn erneut hat es einen massiven Zwischenfall im Vorfeld des Festes gegeben. Bei einem Konzert der Big Band der Bundeswehr am Mittwochabend in Bad Nenndorf haben sogenannte Antimilitaristen Rauchbomben vor der Bühne gezündet und die Musiker mit faustgroßen Handsirenen beworfen.“ HAZ 29.06.2012

Da wird aus einer simplen Transparentaktion mit einem Rauchtopf schon mal ein Anschlag. Aus einem Taschenalarm auf der Bühne, werden faustgroße Handsirenen, die angeblich auf die Musiker geworfen wurden und aus einer Pressemitteilung zu der Aktion wird ein Bekennerschreiben.
Na dann Herzlichen Glückwunsch für zu soviel Denunzantentum. Das Ziel den antimilitaristischen Widerstand in Hannover zu spalten und das AMAK zur Distanzierungen zu bewegen hat die HAZ trotzallem nicht erreicht. Aber vielleicht überlegt sich der_die ein oder andere Militärfan nochmal ob er_sie sich der Gefahr aussetzen sollte das Biwak, in der angespanntesten Sicherheitslage, die es jemals gab, zu besuchen. Na dann: Terror, Terror Terror. Auf gehts jetzt ist Demo gegen Sommerbiwak und Militär.