Archiv für Mai 2011

Endlich ein Grund zum Feiern!

von linksunten.indymedia.org
Man konnte Sommerbiwak feiern, obwohl in Kunduz mindestens 140 Zivilist_innen von der Bundeswehr ermordet wurden!
Man konnte Sommerbiwak feiern, obwohl in Talokan mindestens 14 Demonstrant_innen von der Bundeswehr erschossen wurden!
Man konnte Sommerbiwak feiern, obwohl immer wieder Soldaten mit Mannschaftsdienstgrade starben!

selber schuld

Endlich gibt es ein Grund den Krieg in Afghanistan mit einem Sommerbiwak zu feiern!
Endlich hat es die Richtigen erwischt!
Endlich hat es die erwischt, die die Verantwortung für diesen babarischen Krieg tragen.
Ein Major aus dem Führungsstab der 1. Panzerdivision ist tot!
Der hannoversche Generalmajor Markus Kneip, Kommandeur der Isaf in Nordafghanistan, überlebte den Anschlag schwer verletzt, mit Brand- und Splitterwunden!
Endlich ein Grund zum feiern!!!

Jedes Jahr feiert die 1. Panzerdivision ihr Sommerbiwak. Dieses Jahr ist sie die Leitdivision der Bundeswehr und der ISAF in Nordafghanistan .
Wir werden sehen ob sie unsere Freude teilt und weiter feiert.

Haz dazu

Autonomes Blättchen Nr. 6

Die echt klasse Nummer Sechs des Autonomen Blättchens ist draußen. In dieser Ausgabe versucht sich das Blättchen, unter anderem, an etwas Enthüllungsjournalismus. Ihm wurde eine Studie des BKA zugespielt, die mit „Verschlusssache – Nur für den Dienstgebrauch“ gekennzeichnet ist. Das Blättchen hat uns natürlich nicht lumpen lassen, sondern die Studie ausgewertet und stellen sie euch in zusammengefassterForm zur Verfügung. In dieser Studie werten die Bullen aus wie eine sich verändernde Rechtslage ihre Ermittlungs- und Überwachungspraxis – nicht nur aber auch – gegen Linke beeinflusst und wo dabei Schwierigkeiten auftreten.
Außerdem gibt viel zum Biwak 2011, zu Atomkraft und Castor, Krieg in Libyen, Finanzkrise und vielem mehr seht selbst. Autonomes Blättchen

Keine Feier mit der 1. Pan­zer­di­vi­si­on! Kein Frie­den mit der Bun­des­wehr!

Aufruf des AMAK
Am 8. Juli 2011 soll das 38. Sommer­bi­wak der 1.Panzerdivision stattfinden, um die Verbundenheit mit der Bundeswehr zu demonstrieren. ‚Orient und Okzident‘ lautet diesmal der Titel dieses Festes – Ein unglaublicher Zynismus angesichts des Kriegseinsatzes in Afghanistan. Das wird den han­no­ver­schen Ober­bür­ger­meis­ter nicht daran hindern, auch in sei­nem dies­jährigen Gruß­wort zum Som­mer­bi­wak zu erklären, dies sei eine aus­ge­zeich­ne­te Mög­lich­keit die Be­zie­hun­gen zwi­schen Wirt­schaft, Mi­li­tär und Po­li­tik zu pfle­gen. Und er hat ja recht: hier kommt zu­sam­men, was zu­sam­men ge­hört. Genau deshalb ge­hört das Sommerbiwak ab­ge­schafft. Seit drei Jah­ren ist die Stadt Hannover Mit­ver­an­stal­te­rin des ‚Som­mer­bi­waks‘. Damit ver­klärt auch sie, was im of­fi­zi­el­len Jar­gon „hochintensive, multina­tio­na­le, ver­netz­te Ope­ra­tio­nen“ ge­nannt wird, im Klar­text je­doch Krieg ist.
Seit 2 Jahrzehnten wird die Bundeswehr zu einer Interventionsarmee umgebaut.
Für diese Bundeswehr und ihre internationalen Kriegseinsätze hat Hannover eine enorme Bedeutung. weiterlesen…

Leerstehendes Kasernengebäude in Hannover in Brand gesetzt

Leerstehendes Kasernengebäude in Hannover in Brand gesetzt
In einem leerstehenden Gebäude der ehemaligen Freiherr-von-Fritsch-Kaserne an der Gerneral-Wever-Straße in Hannover-Sahlkamp ist am Dienstagabend gegen 21.30 Uhr ein Feuer ausgebrochen. Menschen sind nicht verletzt worden. Die Polizei geht von vorsätzlicher Brandstiftung aus.

Kundgebung vor der Wilhelmsteinkaserne in Neustadt-Luttmersen

von www.ak-regionalgeschichte.de übernommen
Gegen die Verabschiedung von Bundeswehrsoldaten nach Afghanistan am 24.5.2011
Am 24.5.2011 wurden in der Wilhelmstein-Kaserne in Neustadt-Luttmersen ca. 400 Soldaten des Panzerbataillons 33 und 550 Soldaten des Logistikbataillons 141 als Einheiten der 1. Panzerdivision mit einem „Appell“ in den Afghanistankrieg verabschiedet. Während des Aufmarsches wurden Soldaten durch die Verleihung der neu geschaffenen „Einsatzmedaille Gefecht“ für ihren Kampfeinsatz ausgezeichnet. Mit dieser Medaille wird das Töten im Krieg erstmals seit 1945 wieder als vorbildlich hingestellt. Der Neustädter Bürgermeister Uwe Sternbeck (Grüne) und die Bundestagsabgeordnete Caren Marks (SPD) hatten die Neustädter Bürger aufgerufen, an dieser makabren Zeremonie teilzunehmen. FriedensaktivistInnen hatten demgegenüber erklärt, sie wollten dem Aufruf nicht Folge leisten und stattdessen vor dem Kasernentor in Luttmersen demonstrieren. Sie erklärten, PolitikerInnen, die den Krieg unterstützten, seien für sie nicht wählbar und forderten: Sofortiger Abzug deutscher Soldaten aus Afghanistan! Schließung des Standortes Luttmersen! Ein Großteil der BesucherInnen des “Appells” – vor allem Angehörige der Soldaten und Politprominenz – wurde durch einen Seiteneingang auf das Kasernengelände geschleust. Anscheinend wollte man sie nicht mit den Forderungen der DemonstrantInnen am Haupteingang konfrontieren. Die Kundgebung hatte die Stadt Neustadt nur mit Auflagen genehmigt. Unter anderem war die Spieldauer des Musikensembles, das mit akustischen Instrumenten spielte, zeitlich begrenzt worden.

Leinezeitung zur Demo
Leinezeitung zum Appell

Im Vorfeld hatte es in der Lokalpresse eine Debatte um Appell und Demo gegeben:

PM AK Regionalgeschichte
Leinezeitung 19.05
Leserbriefe Leinezeitung 20.05.
Leinezeitung 21.05.
Neustädterzeitung 21.05.

1. Panzerdivision – Hau ab!

„Am 8. Juli ist es wieder so weit: Die Bundeswehr möchte an diesem Freitag im Stadtpark mit mehreren Tausend Gästen feiern. Die 1. Panzerdivision lädt in diesen Tagen unter dem Motto „Orient und Okzident“ zum 38. Mal zu ihrem traditionellen Sommerbiwak ein. Es könnte das letzte Fest dieser Art in Hannover sein.
Aus gut unterrichteten Kreisen heißt es, für den Verbleib der Division in der Landeshauptstadt gebe es keine Bestandsgarantie. Den Biwak-Gastgebern stünde ein Umzug bevor, der Stab und die Stabskompanie der 1. Panzerdivision müssten die Kurt-Schumacher-Kaserne an der Hans-Böckler-Allee verlassen.“ heißt es in der HAZ vom 14.05.2011
„Mehr als 400 Soldaten der 1. Panzerdivision sollen im Rahmen der Neuausrichtung der Bundeswehr von Hannover nach Oldenburg umziehen. Innenminister Schünemann und Oberbürgermeister Weil halten jedoch nichts von dem Vorhaben – und wollen die Streitkräfte in der Landeshauptstadt halten.“ konnte man in der HAZ 3 Tage später lesen.

Naja wir beteiligen uns mal nicht an den Spekulationen – letztendliche Klarheit wird es erst im Herbst geben wenn der Kriegsminister die Entscheidung bekannt gibt welche Standorte geschlossen bzw. verlegt werden.
Bis dahin rufen wir dazu auf der 1. Panzerdivision einen unvergesslichen Abschied zu bereiten und ihr vermutlich letztes Sommerbiwak am 08. Juli zum Desaster zu machen!
Ansonsten sind wir uns sicher das auch die Genoss_innen in Oldenburg wissen welche Sprache das Militär versteht:

Hannover, Oldenburg, überall…
Beim Sommerbiwak am 8. Juli, immer…
…Militär angreifen!

Am 8. Juli ist wieder Sommerbiwak – Militärfest zum Desaster machen!

Das 38. Sommerbiwak steht unter dem unglaublich dreisten Motto:
„Orient und Okzident“.
Auch dieses Jahr wird es wieder zahlreiche Protestaktionen und massiven Widerstand geben. Die Invite Gery Tower GmbH hat von event it die Durchführung übernommen und kündigt auf ihrer Hompage großspurig an 7.000 Gäste einzuladen. Ob der Verlust von 1.000 Gästen (nur noch
5.500 letztes Jahr) dazu geführt hat, dass die Eventgentur ausgewechselt wurde, kann nur spekuliert werden. Wievele Gäste dieses Jahr auch kommen mögen, eins steht fest wir werden ihnen ihr Fest mehr denn je vermiesen! Am 8. Juli Sommerbiwak und Militärfreunde und Freundinnen angreifen!
Dazu gibts in den nächsten Tagen hier mehr Infos.
Offizielle Hompage des Biwaks
Bericht vom letzten Jahr

Und ein nettes Video vom 30.04.2011 aus Hamburg um schon mal ein wenig Vorfreude zu wecken:

Hannover 96 vereinnahmt Fans für die Bundeswehr

Pressemitteilung DFG-VK und Friedensbüro Hannover
Am Rande des Fußballspieles von Hannover 96 gegen Borussia Mönchengladbach in der AWD Arena verteilte Klubchef Martin Kind sogenannte „Gelbe Schleifen“ an Angehörige von Bundeswehrsoldaten. Das Symbol wird als Zeichen propagiert, das für Solidarität mit sich im Kriegseinsatz befindenden Bundeswehrsoldaten werben soll. Mit dieser Übergabe, nimmt sich Kind heraus, im Namen aller Fans von Hannover 96 zu sprechen, einer Vereinnahmung, der energisch widersprochen werden muss. Bundesweit lehnen über 70% der Bevölkerung Einsätze der Bundeswehr ab, das dürfte auch unter den Fans des Bundesligisten nicht anders sein. Hier werden für den Versuch, Militäreinsätze zum Normalzustand zu erklären, alle Fans vereinnahmt. Darüber hinaus ist es nicht zu verstehen, warum ein Sportverein, sich so an die Bundeswehr anbiedern muss. Weltweit ist die Bundeswehr an Kriegseinsätzen beteiligt, der Krieg in Afghanistan, mit dem Massaker in Kunduz, angeordnet durch Oberst Klein, verdienen keine Solidarität. Gerade Sport als verbindendem friedlichem Element, sollte im Gegensatz zur militärischen Konfliktlösung der Vorrang gegeben werden. Hannover 96 muss sich fragen, warum er als Sportverein, dem entgegengesetzt agiert.
Dass die Schleifen mit dem Spruch: „Für ein friedliches Miteinander“ überreicht wurden, erscheint im Rahmen eines militärischen Einsatzes zumindest zynisch. Wir fordern den Verein auf, sich von dieser Aktion zu distanzieren und die Vereinnahmung der Fans für politische Zwecke zu unterlassen.
Militär raus aus den Stadien!