Kirche setzt Verfolgung von Antimilitarist_innen fort!

Die evangelische Kirche setzt weiter auf Konfrontation und strengt die Verurteilung von 12 Antimiltarist_innen an.
Diese wollten am 6.12.2009 eine Mahnwache in der hannoverschen Neustädter Hof- und Stadtkirche durchführen, um eine dortige Bundeswehrveranstaltung zu verhindern.

3 Beschuldigte haben mitgeteilt bekommen, dass ihnen nach dem Jugendstrafrecht der Prozess gemacht werden soll. 9 weitere sollen laut einem Zeitungsbericht demnächst Strafbefehle erhalten.
Eine Verurteilung wegen Hausfriedensbruch ist das Ziel des Kirchenvorstandes. Deswegen hält Pastorin Trauschke die entsprechende Anzeige aufrecht. Zuvor hatte der Vorstandsvorsitzende Kehler eine Rücknahme der Anzeigen angeboten, falls zugesichert würde, künftig Aktionen in der Kirche zu unterlassen. Kehler sagte auch, die Polizei Hannover hätte gedroht, nicht mehr auf Anrufe der Kirche zu reagieren, sollte diese die Anzeigen zurückziehen.
Der Kirchenvorstand könnte diesen Erpressungsversuch zurückweisen. Es geht ihm jedoch um einen öffentlichen Schulterschluss mit dem deutschen Militär. Die Kirche möchte nicht in den Verdacht geraten, mit Gegner_innen der militarisierten deutschen Außenpolitik gemeinsame Sache zu machen. So bleibt sie ein Angriffspunkt Aller, die den deutschen Kriegen unversöhnlich gegenüberstehen.

Rücknahme der Anzeigen!
Bundeswehr in den Arsch treten – überall!

Indymedia zu der Aktion

Offener Brief an den Kirchenvorstand Januar 2010