Einstellung Verfahren Rauchbombe beim Biwak

Beim diesjährigen Sommerbiwak wurde eine Rauch­bom­be vor die Red­ner­büh­ne des Panzerfestes ge­wor­fen, konn­te aber lei­der schnell ge­löscht wer­den. Eine An­ti­mi­li­ta­ris­tin, der die­ser Wurf vor­ge­wor­fen wurde, wurde ohne Nennung eines Straf­tat­vor­wurfs fest­ge­nom­men aber nach ca. 30 min. mit einem Platz­ver­weis lau­fen ge­las­sen.
Das Verfahren (Verstoß gegen das Versammlungsgesetz?!) ist nun eingestellt worden.
Aus unserer Sicht zeigt dies erneut, dass die Bullen und Veranstalter ihre Strategie gegenüber den letzten Jahren geändert haben. Der Verlust von 1.000 Gästen in 2 Jahren liegt unserer Einschätzung nach maßgeblich an dem erzeugten Bedrohungsszenarion. Immer weniger Gäste haben Lust auf das Militaristenfest, wenn sie dabei Gefahr laufen attackiert zu werden. Die Bullen haben das ihrerseits wohl begriffen und verzichten deshalb eher auf repressive Maßnahmen. So hatten sie auch die anderen ca 40 Leute, die kurz fest gesetzt wurden, wieder laufen gelassen um der Presse gegenüber behaupten zu können alles sei ruhig und unter Kontrolle gewesen und es habe nicht mal Festnahmen gegeben.
Für uns eine erfreuliche Entwicklung, nur müssen wir umso mehr überlegen wie wir selber für die Wahrnehmbarkeit von Störungen und Eingriffen sorgen.
Bericht Aktionstag gegen das Sommerbiwak 2010