Erneuter Protest gegen Rüstungsforschung an der Uni Hannover

gekürzt von Indymedia 12.06.2009

Die Leibniz Universität Hannover führt seit Jahren Rüstungsforschung durch. Das Rüstungsforschungsprojekt am „Institut für Grundlagen der Elektrotechnik und Messtechnik“ zur Erforschung von Störwirkung elektrischer Impulse auf Elektronische Geräte wie Radaranlagen wurde vom „Bundesministerium der Verteidigung“ in den Jahren 2006 und 2007 mit insgesamt 154.735 Euro gefördert.
Zudem steuerten private Unternehmen unbekannte Summen hinzu. Nun gab es in Form eines gefakten Flyers, der für den Studiengang „Military Studies“ wirbt erneut Protest gegen die Militarisierung der Universität.
Der verteilte Flyer ist äußerst professionell gemacht und gleicht den Uni-Werbeflyern für andere Studiengänge komplett. Sogar die angegebenen Kontaktdaten für eine Bewerbung und Studienberatung sind echt. Nur gibt es glücklicherweise keinen Studiengang „Military Studies“ an der Uni Hannover.
Der Flyer wurde seit Mittwoch sehr breit an allen möglichen Instituten und Uni-Bibliotheken verteilt.
Wie gestern den Zeitungen zu entnehmen war, wurde er sogar an Unis in anderen Städten ausgelegt.
Die Reaktion kam schnell, bereits gestern hat die Unileitung Anzeige gegen Unbekannt gestellt.
Nachdem es schon beim Neujahrsempfang der Leibniz Universität Hannover kreative Protestaktionen gegen Rüstungsforschung gegeben hatte, ist die Unileitung wohl nicht mehr gut zu sprechen auf Protest gegen das Projekt, das schon vorher Jahre lang stattfand aber wohlweißlich nie öffenlich erwähnt wurde.

Der verteilte Fake-Flyer ist eingescannt hier zu finden:
Fake Flyer

Bericht der Hannoverschen Allgemeinen

Bericht der Neuen Presse

Bericht von Spiegelonline

Pressemitteilung Uni Hannover

Ein Bericht zu der Aktion beim Neujahrsempfang und über den Hintergrund der Rüstungsforschung an der Uni Hannover ist hier zu finden:
Protestaktion zum Neujahrsempfang