Archiv für Mai 2009

Aufruf gegen das Sommerbiwak 2009

Keine Feier mit der 1. Panzerdivision! – Kein Frieden mit der Bundeswehr!

Am 28. 8. 2009 findet im Stadtpark und im Hannover Congress Centrum das 36. Sommerbiwak der 1. Panzerdivision statt.

Deshalb rufen wir gemeinsam zu einem Tag des Protestes und des Widerstandes auf. Mit Kundgebungen, einer Demonstration und Aktionen werden wir uns dieser Propagandaveranstaltung für das Militär entgegen stellen.
Wir werden das Militär und seine Gäste bei An- und Abreise mit dem konfrontieren, was sie so gerne verschweigen aber dennoch tun: Sie führen Krieg! Den ganzen Aufruf findet ihr unter Sommerbiwak 09

Erneuter Protest gegen Rüstungsforschung an der Uni Hannover

gekürzt von Indymedia 12.06.2009

Die Leibniz Universität Hannover führt seit Jahren Rüstungsforschung durch. Das Rüstungsforschungsprojekt am „Institut für Grundlagen der Elektrotechnik und Messtechnik“ zur Erforschung von Störwirkung elektrischer Impulse auf Elektronische Geräte wie Radaranlagen wurde vom „Bundesministerium der Verteidigung“ in den Jahren 2006 und 2007 mit insgesamt 154.735 Euro gefördert.
Zudem steuerten private Unternehmen unbekannte Summen hinzu. Nun gab es in Form eines gefakten Flyers, der für den Studiengang „Military Studies“ wirbt erneut Protest gegen die Militarisierung der Universität.
Der verteilte Flyer ist äußerst professionell gemacht und gleicht den Uni-Werbeflyern für andere Studiengänge komplett. Sogar die angegebenen Kontaktdaten für eine Bewerbung und Studienberatung sind echt. Nur gibt es glücklicherweise keinen Studiengang „Military Studies“ an der Uni Hannover.
Der Flyer wurde seit Mittwoch sehr breit an allen möglichen Instituten und Uni-Bibliotheken verteilt.
Wie gestern den Zeitungen zu entnehmen war, wurde er sogar an Unis in anderen Städten ausgelegt.
Die Reaktion kam schnell, bereits gestern hat die Unileitung Anzeige gegen Unbekannt gestellt.
Nachdem es schon beim Neujahrsempfang der Leibniz Universität Hannover kreative Protestaktionen gegen Rüstungsforschung gegeben hatte, ist die Unileitung wohl nicht mehr gut zu sprechen auf Protest gegen das Projekt, das schon vorher Jahre lang stattfand aber wohlweißlich nie öffenlich erwähnt wurde.

Der verteilte Fake-Flyer ist eingescannt hier zu finden:
Fake Flyer

Bericht der Hannoverschen Allgemeinen

Bericht der Neuen Presse

Bericht von Spiegelonline

Pressemitteilung Uni Hannover

Ein Bericht zu der Aktion beim Neujahrsempfang und über den Hintergrund der Rüstungsforschung an der Uni Hannover ist hier zu finden:
Protestaktion zum Neujahrsempfang

Neue Broschüre erhältlich!

„Deutschland im Krieg – verschiedene Aspekte einer zunehmend militarisierten Gesellschaft!“-Broschüre ist ab heute erhältlich.
AK Antimilitarismus im libertären Netzwerk Alerta! und die Antimilitarismus Gruppe Celle [AMG] geben die 26 Seiten umfassende Broschüre gemeinsam heraus. Wenn ihr gedruckte Exemplare bestellen wollt, meldet euch bei antimilitarismus-alerta[ät]riseup.net
Broschuere als pdf

Die einzelnen Texte findet ihr auch unter Texte

Viel Feind, viel Ehr!

Wo es hier sonst ja meist um ernste Sachen geht, haben jetzt mal was richtig witziges für euch!
Ein Autor der rechten/rechtsextremen „political incorrect“Homepage hat wohl irgendwie ein Paket mit Cellertrialog/Sommerbiwak Flyern/Plakaten gefunden.

„Durch Zufall konnte ich gestern in Osnabrück eine größere Propagandaaktion der radikalen Linken vereiteln. In einem beschädigten DIN A4-Umschlag fand ich 21 Plakate, 31 Postkarten und 115 Flugblätter, die mit staatsfeindlichen Parolen bedruckt waren. Auf dem Propagandamaterial wird zu erheblichen Gewalt- und sonstigen Straftaten gegen Staatsorgane der Bundesrepublik aufgerufen.“ Es geht noch höchst amüsant weiter, doch lest selber unter:
http://www.pi-news.net/2009/05/linksextreme-propaganda-aktion-vereitelt/#more-62106

Solidarität mit den Gefangenen von Strasbourg!

Nach den Protesten gegen den NATO-Geburtstag Anfang April in Straßburg und Kehl hat der Repressionsapperat zugeschlagen: Noch immer sitzen mehrere Aktivist_innen in französischen Knästen. Einige warten immer noch in Untersuchungshaft auf Ihren Prozess. Mehre Aktivist_innen, davon 3 Menschen aus der BRD, wurden bereits am Montag nach dem Gipfel in einem Schnellverfahren zu Haftstrafen von bis zu 6 Monate ohne Bewährung verurteilt. Diese müssen Sie in Frankreich absitzen. Es laufen zur Zeit aber noch Berufungsverfahren gegen diese Urteile, denn bei den Schnellverfahren konnte keinesfalls von „fairen“ Prozessen gesprochen werden: Die Betroffenen wurden innerhalb von einer
Viertelstunde ohne Beweisaufnahme auf Grund vorgelesener Aussagen von Polizist_innen verurteilt. Die Äußerungen verschiedener französischer Politiker (unter anderem Präsident Sarkozy), die öffentlich eine besonders harte Bestrafung der Aktivist_innen forderten, machen deutlich, in welchem Klima diese Prozesse stattfanden.
Um so wichtiger ist es, dass das ganze Thema jetzt nicht in Vergessenheit gerät, sondern die Betroffenen politische Unterstützung bekommen. Gerade – aber nicht nur – im Hinblick auf die weiteren Berufungsverhandlung. Denn die Kriege der NATO sind kriminell — und nicht der Protest gegen
Konferenzen und Feierlichkeiten der Kriegstreiber_innen.
Um die Unterstützung für die Gefangenen zu organisieren und ihre Situation in der Öffentlichkeit bekannt zu machen wird der Blog Um die Unterstützung für die Gefangenen zu organisieren und ihre Situation in der Öffentlichkeit bekannt zu machen wird der Blog breakout.blogsport.de betrieben.
Die Solidaritätsarbeit kostet natürlich viel Geld: Daher freuen wir uns auch über Spenden auf das Solikonto:

„Spenden und Aktion“
KontoNr: 928 818 06
BLZ: 513 900 00
*Stichwort: Strasbourg
breakout.blogsport.de

Marktkirchenprozess wegen Körperverletzung u.a. vertagt

Einer der letzten noch ausstehenden Prozesse wegen der Aktion in der Marktkirche gegen das Adventskonzert der 1. Panzerdivion Hannover im Novermber 2007 wurde erneut vertagt. Der neue Termin ist der 3. Juni. Dem betroffenen Antimilitaristen wird Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte und Beleidigung vorgeworfen. Wir sparen uns einen ausführlichen Bericht und stellen stattdessen den Zeitungsartikel aus der NP hoch. Ergänzen wollen wir nur noch das sich erfreulich viele solidarische Unterstützer_innen eingefunden hatten und unerfreulich viele Staatsschützer. Auf erstere freuen wir uns auch am 3. Juni auf letztere können wir gern verzichten!
Nächste Termine 17. Juni und 8. Juli siehe Termine

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